Wild-wonders.com  |  Contact  |  Links

RSS feed icon atom feed icon    Join Wild Wonders on YoutubeView Wild Wonders on FlickrJoin Wild Wonders on TwitterJoin Wild Wonders on FacebookJoin Wild Wonders on LinkedInView Wild Wonders on Slideshare  

Shop Cart  |  Tell a Friend!

Wild Wonders of Europe - the blog Wild Wonders of Europe Wild Wonders of Europe - the Blog

Sandra Bartocha & Claudia Müller - Orchideenparadies Italien 01

May 31st, 2008 Posted in Southern Europe, Uncategorized

Other Languages:

profilpic_01_sepia2

31. Mai 2008

Mit für alle fotografischen Eventualitäten kugelrund gepackten Rucksäcken begeben wir uns auf die Pfade im heimlichen Mekka der europäischen Orchideen-Liebhaber auf die Gargano-Halbinsel im Südosten Italiens. Mit 69 verschiedenen Orchideen-Arten ist es der Ort mit der höchsten Konzentration verschiedener Orchideen in Europa.

Die ersten Tage kurven wir die Serpentinen hoch und runter und versuchen unsere Landkarten (wir haben 3) den aktuellen Straßen anzupassen. Unsere Karten sind von 2002 und scheinbar schon zu alt, um die danach geteerten Eselspfade zu verzeichnen. Zudem sind wir Flachländler es nicht gewohnt, eine Kurve nach der anderen zu fahren – und somit verlieren wir nach kurzer Zeit die Orientierung (es hat nichts mit dem Geschlecht zu tun …).

mueller_03

Wir versuchen ein Gefühl für die Landschaft und das Licht rund um den Monte Sacro, unserem ersten Reiseziel in der Garganoregion zu bekommen. Tief gebeugt inspizieren wir erfolgversprechende Wiesen und Berghänge auf der Suche nach ein paar Vertretern der über 60 verschiedenen Anacamptis, Ophrys, Orchis und Serapias, die sich oft gut hinter anderen blühenden Wiesenschönheiten und Felsen verstecken. Orchideensuche ist ein bisschen wie Pilze suchen – findet man eine, findet man sie alle. GPS würde uns das Leben leichter machen, da es Broschüren gibt, die die genauen Standorte verzeichnen. Nur leider haben wir weder GPS noch die besagte Broschüre. Also vertrauen wir darauf, dass auch ein blindes Huhn sein Korn findet und die nächsten Tage noch die eine oder andere florale Überraschung für uns bereit halten.

Wenn wir in eine uns unbekannte Region reisen, haben wir so unsere „Traumbilder“ im Kopf. Man hofft auf üppige bunte Landschaften, morgendliche tautropfenbehängte in allen Regenbogenfarben schillernde Gewächse, weiches sanftes Licht. Am Abend dann doch bitte etwas Wolkendramatik und Farbspiel am Himmel, um mit ein paar spektakulären Sundownbildern auf dem Chip und hoch zufrieden einen Berg Spaghetti oder Pizza zu verdrücken.

bartocha_2

Spaghetti und Pizza waren richtig gut, aber bei allen andren Dingen waren wir ganz schöne Träumer. Die gefundenen Wiesen haben eher Magerrasencharakter, sind nicht wirklich üppig, und die weißen kalkigen Felsen dazwischen lassen die Belichtung der Kamera so richtig verrückt spielen. Extreme Kontraste … Tautropfen fallen wegen des permanenten Windes aus, … und die Sonne verschwindet zeitig hinter ein paar Hügeln und lässt einen blass schlierigen Himmel zurück. Irgendwann im Laufe des Jahres geht sie bestimmt genau zwischen den beiden Hügeln unter und taucht das Plateau um den Monte Sacro in goldiges Abendlicht, aber dann werden keine Orchideen mehr blühen.

bartocha_6

Irgendwie ist es aber doch schön hier, und wir entdecken jeden Tag so viel Neues und Ungesehenes …


Please note that blogs reflect our photographers' opinions and not necessarily those of the directors of Wild Wonders of Europe.

Tags: , , , , ,

Post a Comment